Das hessische Bildungsland ist abgebrannt. Nun auch ganz offiziell.
Wie die jüngst veröffentlichte Bildungsstudie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) festgestellt hat, erfüllen mittlerweile 39,5 Prozent der hessischen Neuntklässler nicht mehr die Mindeststandards (!) im Fach Mathematik.
Auch in Physik, Chemie und Biologie liegen die Ergebnisse Hessens signifikant unter dem Bundesdurchschnitt.
Insgesamt rangiert Hessen nach der IQB-Rangliste nunmehr auf Platz 13 aller Bundesländer. [1]
Laut Recherchen der FAZ wusste der damalige Kultusminister, Prof. Dr. Lorz (CDU) mindestens seit 2022 durch eine Vorabinformation über die sich abzeichnenden, katastrophalen Ergebnisse der hessischen Studienteilnehmer Bescheid. Es ist unwahrscheinlich, dass er seinen Parteifreund und Nachfolger, Armin Schwarz, über diese Umstände nicht informiert hat. [2]
Dass man vor diesem Hintergrund das gewiss mängelbehaftete Post-Coronaaufholprogramm, Löwenstark, der Bildungskick, auslaufen hat lassen, ist mindestens verantwortungslos.
Die Weigerung seitens des gewesenen wie des aktuellen hessischen Kultusministers, die Probleme des hessischen Bildungswesens augenscheinlich in Kenntnis (!) dieser zu benennen und anschließend konsequent anzugehen, kann man nur als bildungspolitische Insolvenzverschleppung titulieren.
In einem normalen Staat wären mindestens zwei Rücktritte fällig, liebe Freunde.
Hier wurschtelt man, egal ob als heutiger hessischer Finanzminister oder im Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, einfach weiter.
Nein, die Zeiten dafür sind ein für alle Mal vorbei.
Seid gespannt.
Ihr/Euer
Heiko Scholz
39,5 Prozent…
21. Oktober 2025